Was bedeutet „Dankbarkeit“ für dich? 

Für mich bedeutet dankbar für etwas zu sein, es wertzuschätzen. Ich erkenne also den Wert bestimmter Dinge, Menschen und Situationen.
Aus eigener Erfahrung führt diese Erkenntnis – je nachdem wie stark und umfangreich (quantitativ und qualitativ) sie ausgeprägt ist, zu mehr Zufriedenheit. Sowohl an mir selbst, als auch bei anderen Menschen konnte ich beobachten, dass dankbare

Menschen sehr zufrieden, und zufriedene Menschen sehr dankbar sind.

Besteht eine bedingungslose Dankbarkeit für alle Dinge, das heißt wird in jeder Situation, in jeder Sache und in jedem Menschen etwas erkannt, das es wert ist, geschätzt zu werden, entsteht eine Grundzufriedenheit, die unsere eigene Welt Stück für Stück zu einem Mehr an Frieden führt.

Zufrieden mit dem zu sein, was ist, heißt für mich nicht, nicht mehr nach Mehr zu streben. Es heißt für mich, den aktuellen Zustand zu spüren, sich an jedem Schritt des Weges zu freuen, dankbar zu sein für das, was ist… was man von dort aus sehen, spüren und erfahren kann – ohne ständig mehr zu wollen einfach mal stehen bleiben & die Aussicht genießen.

Der Weg, der mit den Augen der Dankbarkeit und einer friedvollen Seele beschritten wird, ist nicht nur unglaublich nährend, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, jeden einzelnen Moment des Lebens in Glückseligkeit zu erfahren.
Also so geht es mir: Bin ich mir des Wertes und der Einzigartigkeit jedes Augenblickes bewusst, erkenne ich, wie wichtig es ist, inne zu halten, hinzuschauen und einfach nur zu SEIN in diesem Moment.

Ok, wie beginne ich nun ein Leben in Dankbarkeit zu führen?
Fange klein an, zum Beispiel indem du dir jeden Morgen oder Abend drei Dinge überlegst, für die du dankbar bist & mit in den (nächsten) Tag nehmen möchtest, um sie immer wieder zu erinnern, wenn du dich über Kleinigkeiten ärgerst. So richtest du deinen Fokus mehr und mehr auf die Bedeutsamkeit der schönen Dinge in deinem Leben.

Wofür bist du dankbar?

Du kannst nachher im Alltag versuchen, in allen Personen, allen Situationen und allen Dingen den Wert zu erkennen, für den es sich lohnt, dankbar zu sein. Solltest du in Gedanken verfallen, die den bedingungslosen Grundwert bestimmter Dinge anzweifeln oder sogar verneinen, erkenne dies & versuche – ohne die negativen Seiten zu verleugnen – auch die Schönheit sehen und genießen zu können. – du wirst sehen: das macht dich unabhängig und frei.

„Auf Dauer nimmt die Seele die Farben der Gedanken an“ – Marc Aurel

Kultiviere zunächst Dankbarkeit dir selbst gegenüber. Beginne damit, dich selbst als Person wertzuschätzen – ohne diese Wertschätzung an bestimmte Bedingungen zu knüpfen. Lobe dich selbst für all das, was du tust und sonst als selbstverständlich erachtest. Lobe dich aber auch, ohne irgendetwas getan zu haben: Sei stolz auf dich, sei dankbar für die Person, die du JETZT BIST – nicht die, die du morgen sein wirst – einfach so.
Deine Sicht auf dich selbst und die Art, wie du dich präsentierst, wird sich dadurch verändern. Du wirst Menschen anziehen, die dich ebenfalls wertschätzen und bedingungslos dankbar sind, einfach „nur“ weil DU DU BIST. Das wird dir wiederum helfen, dich selbst zu lieben.

Kannst du dir selbst in Liebe und Dankbarkeit entgegentreten, tu das Selbe mit anderen Menschen. Erkenne den Wert jedes Wesen, der zwar durch Worte und Taten verkörpert wird, aber unabhängig von diesen allezeit existiert. Gebe deinem Gegenüber das Gefühl, ein unbezahlbarer Schatz zu sein. Das müssen nicht nur Familienmitglieder oder Freunde sein.. du kannst diese Wertschätzung auch Personen gegenüber bringen, die du zum ersten Mal triffst. Dein Verhältnis gegenüber allen Wesen verändert sich mit dieser Erkenntnis: Beziehungen werden tief, harmonisch und vor allem echt.

Wertschätzung deiner Selbst und anderer bedeutet für mich neben bewusst gezeigter Wertschätzung auch das Unterlassen von Lügen, Stehlen, Hintergehen, Belästigen, Bewerten und Verurteilen – sowohl dir selbst, als auch anderen gegenüber.

Weiter kannst du natürlich für alle Dinge (materiell & nicht-materiell) dankbar sein. Zum Beispiel indem du den Wert jeder Situation erkennst, es schätzt, ein Dach über dem Kopf zu haben, dankbar bist für deine Arbeit, Missglücke nutzt, um daraus zu lernen, …

So erlebe ich Dankbarkeit.

Was bedeutet „Dankbarkeit“ für dich? 

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